BIG GIRLS STILL CRY, Platz No. 5 – „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“

Kategorie/Books

Hallo!

Heute beginnt, wie versprochen, meine Bücherwoche mit den Büchern, bei denen ich nicht anders konnte, als ein paar (vielleicht auch viele) Tränen zu vergießen.

Platz Nummer 5:
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo von Christiane F.

Ich habe dieses Buch vor einiger Zeit gelesen und dabei definitiv mehr als ein Bisschen geweint. Es ist tatsächlich kein Buch für jedermann, vor allem Menschen mit schwachen Nerven sollten vielleicht lieber die Finger davon lassen. Nicht, weil es gruselig wie ein Horrorfilm ist, sondern einfach weil es so unfassbar echt ist. Sie beschreibt in ihrem Buch eben nicht irgendwas, sondern ihr Leben und all das, was ihr wirklich zugestoßen ist. Genau deshalb regt diese Geschichte auch so wahnsinnig zum Nachdenken an. Es geht nicht spurlos an einem vorbei sondern gibt einem einige Lehren mit auf den Weg.

Für alle, die nicht wissen worum es in diesem Roman geht.

ZooLL
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag (12. Oktober 2009)
Sprache: Deutsch

Das Spritzbesteck nahm ich fast immer auch mit zur Schule.
Für alle Fälle.
Mit zwölf kam sie zum Haschisch, mit dreizehn zum Heroin. Sie wurde süchtig, ging morgens zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls abgängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um das Geld für die Droge zu beschaffen. 

Christiane F. berichtet mit minuziösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit über Schicksale von Kindern, die von der Öffentlichkeit erst als Drogentote wahrgenommen werden. Inzwischen lebt sie wieder in Berlin. Den Kampf gegen die Drogen hat sie immer wieder von Neuem geführt – vor Rückfällen ist kaum ein ehemaliger Junkie sicher. (QUELLE: Carlsen Verlag – Klappentext)


Ich muss wirklich sagen, dass ich bei diesem Buch auf oft schwer schlucken musste und es auch teilweise kurz weglegen musste, weil es einfach so schrecklich ist.
Man vergisst während der Geschichte gelegentlich, dass es sich um Kinder handelt. Dass es um Jugendliche geht, die mit solch harten Drogensüchten zu kämpfen haben.
Und das mehr oder weniger direkt vor der eigenen Nase. Die gesamte Story hindurch werden Orte in Berlin genannt, an denen ich mich teilweise täglich befinde. Es ist kaum zu glauben…
Nicht nur einmal wollte ich die Charaktere in der Geschichte packen, an den Kragen gehen und ihnen sagen: „Hör auf mit dem Scheiß!“.
Man ist gemeinsam mit den Kindern verzweifelt und wünscht sich nichts mehr, als dass sie einen Ausweg aus ihrem Leid finden.
Trotz all der Tränen, die ich vergossen habe, bin ich sehr froh, dass ich diese Biographie gelesen habe. Einfach aus dem Grund, weil das Leben eben genau so spielt. Es gibt diese grausamen Schicksale und es ist einfach besser, die Augen davor nicht zu verschließen, sondern sich das Elend auch mal anzuschauen. Und es vor allem ernst zu nehmen!
Vielleicht hilft es sogar der einen oder anderen Person aus ihren Problemen herauszufinden, oder wenigstens einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Womit ich mir auf jeden Fall sicher bin – diese Geschichte schreckt ab!

Für alle, die dieses Buch noch nicht gelesen haben – wagt es! Es ist wirklich ein tolles Buch, einfach weil es so wahnsinnig ehrlich und echt ist. Grausam aber ehrlich.
An alle Anderen – wie fandet ihr es? Musstet ihr auch weinen oder bin ich einfach zu nah am Wasser gebaut?

COCO LUMOONA

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